Preview: Was heißt schon Freiheit?

Datum: Montag, 14. November 2022
Ort: Filmhaus Köln, Maybachstraße 111, 50670 Köln
Tickets: Website Filmhaus Köln

Der Kurzfilm ist ein eigenständiges und innovatives Medium, das als künstlerische Ausdrucksform und Experimentierfeld von jungen und etablierten Filmschaffenden gleichermaßen genutzt wird. Ein Kurzfilm kann sämtliche Genres, Gattungen und Filmformen bedienen – er ist vielfältig und großes Kino.

Der "Short Monday" findet regelmäßig am zweiten Montag im Monat um 20 Uhr im Filmhaus Kino, Maybachstraße 111, 50670 Köln, statt.

Montag, 14. November: Preview: Was heißt schon Freiheit? (präsentiert von der SK Stiftung)
Die Filmmacher*innen sind anwesend
Anschließendes Publikumsgespräch mit
Bruno Manguen Sapiña, Moderation: Birgit Hauska

Viel ist heute wieder von der Freiheit die Rede. Waren es mit den Corona Lockdowns Freiheit und ihre Einschränkung des Einzelnen, um mit der Gemeinschaft solidarisch zu sein, sind es seit dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine und dem anhaltenden Krieg Schlagwörter wie der Kampf um die Freiheit.

Was bedeutet Freiheit? Tun können, was man will? Gibt es einen Konflikt zwischen persönlicher Freiheit und dem Zusammenleben in einer Gemeinschaft? Was hat Freiheit mit Macht, mit Sicherheit oder mit Verantwortung zu tun? Inwiefern schränken wirtschaftliche Zwänge, gesellschaftliche und soziale Vorstellungen und Denkmuster unsere Freiheit ein?

Die ausgewählten Filme thematisieren in unterschiedlicher Weise den Wunsch nach Freiheit, sie stehen für die Komplexität von inneren und äußeren Freiheiten und Unfreiheiten. Sie geben Antworten auf die Fragen, warum persönliche Freiheit nicht gelebt wird oder wo die persönliche Freiheit endet. Und welches Risiko ihre Protagonist*innen auf sich nehmen müssen, um frei zu sein. 

Preview: Was heißt schon Freiheit? ist der erste Teil eines zweiteiligen Programms. Der zweite Teil läuft im Rahmen des Gastprogramms der SK Stiftung Kultur auf dem Kurzfilmfestival Köln.

Weitere Informationen zum Festival gibt es HIER.

Donnerstag, 17.11.2022 um 19 Uhr im Filmforum NRW
Die Filmmacher*innen sind anwesend
Anschließendes Publikumsgespräch mit
Maximilian Karakatsanis, Moderation: Birgit Hauska

Sonntag, 20.11.2022 um 15 Uhr im Filmhaus Köln
Die Filmmacher*innen sind anwesend
Anschließendes Publikumsgespräch mit
Alison Kuhn, Moderation: Luka Lara Steffen

Trigger-Warnung: Dieses Programm enthält Darstellungen sexualisierter Gewalt.

Filme des Programms


UPPER LIP (IL, 2018, Shiri Cohen, 9')
In einem israelischen Schönheitssalon wird sich ein 12-jähirges Mädchen zum ersten Mal über die Macht von Schönheitsnormen bewusst. Muss man sich anpassen, um dazuzugehören?

DIE KLAFFENDE WUNDE (D, 2021, Jovana Reisinger, 5')
Petra will entspannen, Martha macht sich Sorgen und Maria steht einfach nicht mehr auf. Die Wellen rauschen, das Schoßhündchen ergibt sich. Statt mit Abwehr wird mit Anerkennung auf psychische Erkrankungen reagiert, an Stelle der Leistungsgesellschaft wird die ermüdete Gesellschaft gesetzt. Bietet die Akzeptanz des Erschöpfungszustands mehr Freiheiten? 

BESTIA (CL, 2021, Hugo Covarrubias, 15')
Ingrid arbeitet im chilenischen Geheimdienst (DINA) im Jahr 1975. Ihre Beziehung zu ihrem Hund und zu ihrem Körper, ihre Ängste und Frustrationen offenbaren eine düstere Spaltung in ihrem Geist und in einem ganzen Land.

NO (MX, 2020, Bruno Manguen Sapiña, 15')
Der Wille nach Unabhängigkeit hat für die in Mexiko lebende Frida schreckliche Konsequenzen, wie für so viele mexikanische Frauen. Was passiert mit Frauen, die sich den patriarchalen Ansprüchen nicht fügen, die Ausbrechen und sich ihre Freiheit nehmen?

BRAND (BR, 2019, Jan Koester, Alexander Lahl, 5')
Als sich der Bürgermeister eines Dorfes in Sachsen-Anhalt für die Aufnahme von Geflüchteten ausspricht, bricht eine Welle des Hasses über ihm und seiner Familie zusammen. Kostet der Einsatz von Zivilcourage manchmal unsere Freiheit und die unserer Familien?

HUNGER (USA, 2018, AG Rojas, 5')
„Wenn du nicht weißt, was los ist und du nicht weißt, was du tun sollst, bleibt nur noch eins: wild drauflos zu tanzen. Eine filmische Interpretation der ewigen Suche nach Liebe in Dingen und wie Versuche, weniger allein zu sein, zu noch mehr Isolation führen.

Veranstalter