Wie wir wohnen wollen!

Kurzfilmprogramm

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© SONNTAG, BÜSCHERHÖFCHEN 2
(Regie: Miriam Gossing & Lina Sieckmann, D 2014)

Wann:

Für Frühjahr 2021 geplant

Wo:

Mehrgenerationen-Wohnhaus Lebensräume in Balance e.V. im Waldbadviertel Köln-Ostheim (Bertha-Benz-Karree 165, 51107 Köln)

Eintritt:

Eintritt frei! Um eine Spende wird gebeten

Gerade hat unsere Gesellschaft das Wohnen im Corona-Lockdown schlecht oder recht hinter sich gebracht. In einigen Regionen der Welt ist es noch voll im Gange. Das eigene Zuhause wurde mit einem Mal Schauplatz für alle existentiellen Lebensbereiche: Unser Wohnbereich musste herhalten für Homeoffice, Homeschooling, Betreuung für die Kleinen und Rückzugsmöglichkeiten gleichermaßen - für viele eine große Herausforderung. Die Pandemie machte wie mit einem Brennglas klar, wer und wie viele von der Wohnungskrise betroffen sind und  trifft Menschen, die schon vor der Krise benachteiligt waren, härter.

„Auch mit den Lockerungen der Corona-Maßnahmen bleibt die eigene Wohnung ein essenzieller Rückzugsort. Wir setzen alles daran, dass Sie sich dort sicher, gesund und geborgen fühlen.“ (© 2020 Deutsche Wohnen, Webseite Juli 2020)

 

Aus aktuellem Anlass zeigen wir das genreübergreifende Kurzfilmprogramm Wie wir wohnen wollen! -  zusammengestellt für die Sommerfilmnächte 2017 in einer 2020 überarbeiteten Version.

 

In Deutschland hat die durchschnittliche Wohnfläche pro Einwohner*in in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. Gleichzeitig sind die Mieten und Kaufpreise in den Metropolen stetig gestiegen. Die Ausgaben fürs Wohnen entkoppeln sich zunehmend vom Einkommen. Der bezahlbare Wohnraum in Städten wie Köln ist rar. Ein Thema, so brisant wie nie – könnte man meinen. Doch das Wohnen ist seit jeher eine aktuelle, weil existentielle Angelegenheit.

Wie wurde früher gewohnt, wie leben wir heute und welche Wünsche haben wir für die Zukunft? Das Programm kombiniert aktuelle sowie historische Kurzfilme, Videoarbeiten, Dokumentarfilme, Animationen, Musikvideos und Werbefilme und beleuchtet das Thema aus den vielfältigen Blickwinkeln der künstlerischen Auseinandersetzung. Die Filme präsentieren unterschiedliche Perspektiven auf die Gestaltung des Lebensraums, zeigen kreative Formen des Wohnens,  thematisieren Nachbarschaft und stellen mal unterhaltsame, mal nachdenkliche Fragen.

Ein Kurzfilmprogramm der SK Stiftung Kultur. Kuratiert von Birgit Hauska und Dominik Bühler.

 

 

  Die Filme des Programms:

 

Whirr (Regie: Timo Katz, D 2006, 3‘)
Sind Reihenhäuser eine Anhäufung des immer Gleichen? Oder lässt gerade die Reihung individuelle Unterschiede hervortreten? Eine schwirrend poetische Betrachtung.

Wohnkultur, wie sie war, wie sie ist, und wie sie sein soll! (Drehbuch: Fritz Stübig, D 1928, 15‘, Vorführung in Kooperation mit Köln im Film)
Ein Werbefilm des Mieterschutzvereins, der selten gesehene Einblicke gibt, wie es in Köln vor 90 Jahren ums Wohnen bestellt war. Wie wurde die Wohnsituation damals bewertet und was würden wir heute wohl anders sehen? Sicher ist, dass Themen wie Wohnungsknappheit und sozialer Wohnungsbau auch heute in aller Munde sind.

Nekropolis (Regie: Kerstin Gramberg, D 2010, 3‘)
Animierte Häuserberge türmen sich auf, verwachsen miteinander und tanzen. Die Großstadt pulsiert zwischen Aufbau und Verfall. Die Dynamik der urbanen Entwicklung?

Wohnungssuche (Regie: Transnationales Ensemble Labsa, D 2015, 4‘)
Das Ensemble ist eine Kooperation von jungen Menschen mit und ohne Fluchthintergrund mit Künstler*innen verschiedener Genres. In diesem Video setzen sie sich mit den Schwierigkeiten der Wohnungssuche und den Vorurteilen, die ihnen dabei begegnen, auseinander.

Urbanima (Regie: Pauline Flory, D 2013, 1‘)
In der Großstadt hängt dieses mit jenem zusammen und das eine mit dem anderen. Die Animation spielt mit den Zusammenhängen der Stadt und lässt alles ineinanderfließen.

Eigentumswohnung (Christiane Rösinger) (Regie: Lucian Busse & Sofie Hein, D 2016, 3‘)
Wer kennt es nicht? „Der Kapitalismus ist an allem schuld!“ Das Lied spielt mit dem Dilemma, dass Gentrifizierung auch durch diejenigen vorangetrieben wird, die sie verabscheuen. Das dazugehörige Musikvideo nimmt die absurden Auswüchse von Wohnungsbesichtigungen aufs Korn.

Haltestelle Hansaring (Regie: Tama Tobias Macht, D 2008, 6‘)
Eine Haltestelle in Köln. Häuser, so nah am Gleis, dass sich Bewohner*innen und Wartende in die Augen schauen können. Eine ruhige Betrachtung im Rauschen der Züge.

Rauschen & Brausen I (Regie: Daniel Burkhardt, D 2007, 5‘)
Eine Hochhausfassade. Vorbeirauschende Autos. Symbole urbaner Realität. Ein Experimentalfilm, der zwischen Nähe und Distanz, zwischen Meditation und Hypnose oszilliert und den Zuschauer*innen ihre jeweils eigenen Assoziationsräume öffnet.

Sonntag, Büscherhöfchen 2 (Regie: Miriam Gossing & Lina Sieckmann, D 2014, 13‘)
Ein Tag im Bergischen Land. Ruhig und kommentarlos beobachtet der Dokumentarfilm die Einrichtung und die Abläufe in einem Haus, das von individuellen Fantasien des Exotischen geprägt ist. Eine Safari in die Extravaganz der Vororte, zwischen Heimat und Fremde.

Wohnhaft (Regie: Bernhard Marsch, D 2001/2004, 9‘)
Eine Wohnung voller Sachen. Einerseits eine skurrile Dokumentation des Messie-Daseins, andererseits eine liebevoll ironische Studie darüber, wie viel Geschichte sich in einer Wohnung ansammeln kann und welche Bedeutung das Wohnen für die Erinnerung hat.

Kein Platz für Gerold (Regie: Daniel Nocke, D 2006, 5‘)
Wer in einer Wohngemeinschaft zu Hause ist, hat tausend Geschichten zu erzählen. Der Animationsfilm erzählt eine davon. Eine Fabel über die Widrigkeiten des Zusammenlebens.

Schönen, guten Tag (Regie: Corinna Schnitt, D 1995, 5‘)
Vermieter*innen sind mal so, mal so. Herzensgut, fürsorglich, kleinlich, aufdringlich, penetrant oder lustig. In dieser Anekdote über das Verhältnis zwischen ihnen und einer Mieterin sind sie all das zusammen.

Walls (Regie: Miguel López Beraza, ESP 2014, 10‘)
Wenn Wände sprechen könnten, was würden Sie über die Menschen erzählen, die zwischen ihnen wohnen? Ein Haus in Budapest berichtet von einem Tag im Leben von Herrn István und Frau Magdi, die seit vielen Jahren Nachbarn sind. Ein zärtlicher Blick auf Leidenschaften, Routinen und Geschichten, die die Wände für immer in
sich tragen.

 

Bisherige Vorführungen:

 

Mittwoch, 29. November 2017, 19 Uhr
Kulturkirche Ost, Kopernikusstraße 34, 51065 Köln-Buchforst
Eintritt frei

Veranstaltet von der SK Stiftung Kultur in Kooperation mit GAG Immobilien AG und Kulturkirche Ost, gefördert von der MedienStiftung Kultur.

 

Freitag, 21. und Samstag, 22. Juli 2017, 22 Uhr

Fort X, Neusser Wall 33, 50670 Köln
Open Air & Eintritt frei
Sommerfilmnächte im Rahmen von Sommer Köln
veranstaltet von der SK Stiftung Kultur und der Stadt Köln,
gefördert von der MedienStiftung Kultur.

 

Wir danken
allen Filmemacher*innen und Künstler*innen, Vertrieben, sowie AG Kurzfilm (Jutta Wille, Alexandra Heneka), Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V. (Angelika Ramlow), Film Bilder (Bianca Just), Internationale Filmschule Köln (Marieke Steinhoff, Eva Tüttelmann), Internationale Kurzfilmtage Oberhausen (Carsten Spicher, Martin Gensheimer), Köln im Film (Marion Kranen), Kunsthochschule für Medien Köln (Ute Dilger, Svenja Jöres), KurzFilmVerleih der KurzFilmAgentur Hamburg e.V. (Axel Behrens, Anne Jagemann), Labsa (Betty Schiel, Lisa Domin), Light Cone (Christophe Bichon), LIMA (Theus Zwakhals), LUX (Alice Lea, Anthony Garland), Anika May, Sixpackfilm (Dietmar Schwärzler), Sceenagers (Vera Schöpfer), Staatsakt (Markus Göres), Videonale (Tasja Langenbach).