Das Ich im Spiegel

Analog-digitaler Kunstworkshop für zwei Generationen


Foto: © Janet Sinica

Workshopleitung Johanna Reich (Künstlerin) und Evamaria Schaller (Künstlerin)
Termin

09. Juli bis 11. Juli 2019, 9 bis 13 Uhr

Ort

11. Städtische Gesamtschule Köln-Mülheim

Rendsburger Platz 1-3, 51065 Köln

Teilnahme

Offen für acht Personen ab 55 Jahren und Schüler*innen des 10. Jahrgangs der Gesamtschule, die im kommenden Schuljahr die gymnasiale Oberstufe besuchen

 

Die Geschichte des Spiegels reicht weit zurück: Schon in der Kupersteinzeit finden sich Hinweise auf polierte Metalle, in denen sich der Mensch spiegelt und sein Selbst erkennen wollte. Der Spiegel hat aber nicht nur eine große kulturgeschichtliche Bedeutung, sondern hat auch die Kunstgeschichte maßgeblich beeinflußt. Er galt als Abbild der Seele oder als Zeichen der Vergänglichkeit, als Medium der Selbstwahrnehmung, der narzistischen Verdopplung oder als magisches Symbol. Heute hat das Smartphone einige Funktionen des Spiegels übernommen und weiterentwickelt. Fotografieren wir uns selbst, wird die Foto-App zum "Blick in den Spiegel".

Im Rahmen des generationsübergreifenden Workshops sind die Schüler*innen des 10. Jahrgangs der 11. Städtischen Gesamtschule Köln-Mülheim gemeinsam mit Menschen über 55 Jahren Fragen nach der Generierung von Identität und deren digitaler „Reproduktion“ im Netz nachgegangen. 

Auf einer Zeitreise durch die Geschichte des Spiegels lernten wir Arbeiten verschiedener Künstler*innen kennen, so u.a. Jan van Eyck, Diego Velazquez, Anish Kapoor, Gerhard Richter und Andrej Tarkowskij, diskutierten diese und wurden anschließend selbst kreativ:

Per Smartphone und Kamera und mit Hilfe analoger Hilfsmittel, wie Spiegel, Wasser, Glas und Scherben, haben wir  digitale Porträts und Bilder unserer Umwelt komponiert.

Im künstlerischen Porzess experimentierten wir dabei mit den unterschiedlichen Möglichkeiten, schlüpften in unterschiedliche Rollen, lernten die Sichtweisen der jeweils anderen Generation kennen und entwickelten neue Perspektiven auf Altbekanntes.

Vorkenntnisse waren für die Teilnahme nicht erforderlich. Eigene Smartphones druften benutzt werden.

 

Eindrücke aus dem Workshop:

    Fotos: © Janet Sinica