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Die Potentiale des Alters und der kreativen Generationenarbeit

Ein Vortrag von Dr. Sonja Ehret und Dr. Judith Beil

tl_files/medienkunst/Generationenprojekte/Vortrag Potentiale des Alters/Ehret+Beil.jpgDr. Sonja Ehret & Dr. Judith Beil

Die Berührung mit Neuem, die Beschäftigung mit Kunst und Kreativität und die Entwicklung von Medienkompetenz sind nicht nur in jungen Jahren unverzichtbar – auch für ein selbstbestimmtes und mitverantwortliches Leben im Alter sind sie von weitreichender Bedeutung. In ihrem Vortrag sprachen Dr. Sonja Ehret und Dr. Judith Beil über die Impulse, die die Arbeit mit neuen Medien und Kindern oder Jugendlichen bei älteren Menschen auslösen kann, über die Wichtigkeit des Dialogs zwischen Jung und Alt sowie über die Potentiale des Alters und der kreativen Generationenarbeit. Dabei nahmen sie Bezug auf die Workshops zur Medienkunstvermittlung für zwei Generationen der SK Stiftung Kultur, deren Ziel es ist, Berührungsängste zwischen Jung und Alt abzubauen und beide Generationen zur kreativen Betätigung und Auseinandersetzung mit Kunst und neuen Medien anzuregen. Das freie Lernen voneinander, miteinander und übereinander und die damit einhergehende Unterstützung der Selbst- und Weltgestaltung der Einzelnen ist dabei ein wichtiges Anliegen.

Dr. Sonja Ehret und Dr. Judith Beil vertraten Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse, der ursprünglich für den Vortrag vorgesehen war, aufgrund einer kurzfristigen, dienstlichen Verpflichtung aber nicht vor Ort sein konnte.

Dr. phil. Sonja Ehret war u.a. als Bankkauffrau und als Pflegehelferin tätig bevor sie ein Diplom im Fach Sozialarbeit an der Hochschule Mannheim erlangte. In der Folge studierte und promovierte sie am Institut für Gerontologie der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin ist sie an mehreren Forschungsprojekten beteiligt und koordiniert derzeit das Projekt „Bürgerschaftliches Engagement Hochaltriger – Mitverantwortliches Leben im hohen und höchsten Alter“. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind die Stärken und Chancen des Alters für den Einzelnen und die Gesellschaft, die Bedingungen guten Alterns sowie die Frage, wie Jung und Alt voneinander profitieren können. Sie engagiert sich für eine sorgende und moralisch verantwortlich handelnde Gesellschaft  und ein größeres gesellschaftliches Bewusstsein hinsichtlich des Umgangs mit dem Alter.

Dr. phil. Judith Beil promovierte nach ihrem Magister in Erziehungswissenschaften, Soziologie und Psychologie ebenfalls am Institut für Gerontologie und koordiniert dort als wissenschaftliche Mitarbeiterin derzeit ein Forschungsprojekt zu den Möglichkeiten der Nutzung von neuen Technologien im Alter.

Die Potentiale des Alters und der kreativen Generationenarbeit. Ein Vortrag von Dr. Sonja Ehret und Dr. Judith Beil. 12. März 2014, 19:30 Uhr, Im Mediapark 7, 50670 Köln (Saal 1. OG).

Der Abend wurde mit den Kurzfilmen You and Me (Karsten Krause, D 2009, 4‘, aus dem Archiv der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen) und Kwiz (Renaud Callebaut, B 2006, 6‘) sowie einer kurzen Vorstellung der Generationenprojekte der SK Stiftung Kultur durch Dominik Bühler eingeleitet.