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Wie wir wohnen wollen!

Kurzfilmprogramm

tl_files/Film/Kurzfilmprogramm Wie wir wohnen wollen/Sonntag Buescherhoefchen 2.jpgSonntag, Büscherhöfchen 2 (Regie: Miriam Gossing & Lina Sieckmann, D 2014)

In Deutschland hat die durchschnittliche Wohnfläche pro Einwohner*in in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. Gleichzeitig sind die Mieten stetig gestiegen. Die Ausgaben fürs Wohnen entkoppeln sich zunehmend vom Einkommen. Der bezahlbare Wohnraum in Städten wie Köln scheint rar zu werden. Ein Thema, so brisant wie nie – könnte man meinen. Doch das Wohnen ist seit jeher eine aktuelle, weil existentielle Angelegenheit.

Wie wurde früher gewohnt, wie leben wir heute und welche Wünsche haben wir für die Zukunft? Das Programm kombiniert aktuelle sowie historische Kurzfilme, Videoarbeiten, Dokumentarfilme, Musikvideos und Werbefilme und beleuchtet das Thema aus den vielfältigen Blickwinkeln der künstlerischen Auseinandersetzung. Die Filme präsentieren unterschiedliche Perspektiven auf die Gestaltung des Lebensraums, zeigen kreative Formen des Wohnens und stellen mal unterhaltsame, mal nachdenkliche Fragen.

Ein Kurzfilmprogramm der SK Stiftung Kultur. Zusammengestellt von Dominik Bühler und Birgit Hauska.

Nächste Vorführung:
Mittwoch, 29. November 2017, 19 Uhr
Kulturkirche Ost (Kopernikusstraße 32/34, 51065 Köln-Buchforst)
Eintritt frei
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Die Filme des Programms:

Whirr (Regie: Timo Katz, D 2006, 3‘)
Sind Reihenhäuser eine Anhäufung des immer Gleichen? Oder lässt gerade die Reihung individuelle Unterschiede hervortreten? Eine schwirrend poetische Betrachtung.

Wohnkultur, wie sie war, wie sie ist, und wie sie sein soll! (Drehbuch: Fritz Stübig, D 1928, 15‘, Vorführung in Kooperation mit Köln im Film)
Ein Werbefilm des Mieterschutzvereins, der selten gesehene Einblicke gibt, wie es in Köln vor 90 Jahren ums Wohnen bestellt war. Wie wurde die Wohnsituation damals bewertet und was würden wir heute wohl anders sehen? Sicher ist, dass Themen wie Wohnungsknappheit und sozialer Wohnungsbau auch heute in aller Munde sind.

Nekropolis (Regie: Kerstin Gramberg, D 2010, 3‘)
Animierte Häuserberge türmen sich auf, verwachsen miteinander und tanzen. Die Großstadt pulsiert zwischen Aufbau und Verfall. Die Dynamik der urbanen Entwicklung?

Wohnungssuche (Regie: Transnationales Ensemble Labsa, D 2015, 4‘)
Das Ensemble ist eine Kooperation von jungen Menschen mit und ohne Fluchthintergrund mit Künstler*innen verschiedener Genres. In diesem Video setzen sie sich mit den Schwierigkeiten der Wohnungssuche und den Vorurteilen, die ihnen dabei begegnen, auseinander.

Urbanima (Regie: Pauline Flory, D 2013, 1‘)
In der Großstadt hängt dieses mit jenem zusammen und das eine mit dem anderen. Die Animation spielt mit den Zusammenhängen der Stadt und lässt alles ineinanderfließen.

Eigentumswohnung (Christiane Rösinger) (Regie: Lucian Busse & Sofie Hein, D 2016, 3‘)
Wer kennt es nicht? „Der Kapitalismus ist an allem schuld!“ Das Lied spielt mit dem Dilemma, dass Gentrifizierung auch durch diejenigen vorangetrieben wird, die sie verabscheuen. Das dazugehörige Musikvideo nimmt die absurden Auswüchse von Wohnungsbesichtigungen aufs Korn.

Haltestelle Hansaring (Regie: Tama Tobias Macht, D 2008, 6‘)
Eine Haltestelle in Köln. Häuser, so nah am Gleis, dass sich Bewohner*innen und Wartende in die Augen schauen können. Eine ruhige Betrachtung im Rauschen der Züge.

Rauschen & Brausen I (Regie: Daniel Burkhardt, D 2007, 5‘)
Eine Hochhausfassade. Vorbeirauschende Autos. Symbole urbaner Realität. Ein Experimentalfilm, der zwischen Nähe und Distanz, zwischen Meditation und Hypnose oszilliert und den Zuschauer*innen ihre jeweils eigenen Assoziationsräume öffnet.

Sonntag, Büscherhöfchen 2 (Regie: Miriam Gossing & Lina Sieckmann, D 2014, 13‘)
Ein Tag im Bergischen Land. Ruhig und kommentarlos beobachtet der Dokumentarfilm die Einrichtung und die Abläufe in einem Haus, das von individuellen Fantasien des Exotischen geprägt ist. Eine Safari in die Extravaganz der Vororte, zwischen Heimat und Fremde.

Wohnhaft (Regie: Bernhard Marsch, D 2001/2004, 9‘)
Eine Wohnung voller Sachen. Einerseits eine skurrile Dokumentation des Messie-Daseins, andererseits eine liebevoll ironische Studie darüber, wie viel Geschichte sich in einer Wohnung ansammeln kann und welche Bedeutung das Wohnen für die Erinnerung hat.

Kein Platz für Gerold (Regie: Daniel Nocke, D 2006, 5‘)
Wer in einer Wohngemeinschaft zu Hause ist, hat tausend Geschichten zu erzählen. Der Animationsfilm erzählt eine davon. Eine Fabel über die Widrigkeiten des Zusammenlebens.

Schönen, guten Tag (Regie: Corinna Schnitt, D 1995, 5‘)
Vermieter*innen sind mal so, mal so. Herzensgut, fürsorglich, kleinlich, aufdringlich, penetrant oder lustig. In dieser Anekdote über das Verhältnis zwischen ihnen und einer Mieterin sind sie all das zusammen.

Walls (Regie: Miguel López Beraza, ESP 2014, 10‘)
Wenn Wände sprechen könnten, was würden Sie über die Menschen erzählen, die zwischen ihnen wohnen? Ein Haus in Budapest berichtet von einem Tag im Leben von Herrn István und Frau Magdi, die seit vielen Jahren Nachbarn sind. Ein zärtlicher Blick auf Leidenschaften, Routinen und Geschichten, die die Wände für immer in
sich tragen.


Bisherige Vorführungen:

Freitag, 21. und Samstag, 22. Juli 2017, 22:00 Uhr
Fort X, Neusser Wall 33, 50670 Köln
Open Air & Eintritt frei
Sommerfilmnächte im Rahmen von Sommer Köln
veranstaltet von der SK Stiftung Kultur und der Stadt Köln,
gefördert von der MedienStiftung Kultur

Fotos von den Abenden im Fort X:

Fotos: Dominik Bühler

Wir danken
allen Filmemacher*innen und Künstler*innen, den Helfer*innen im Fort X, sowie AG Kurzfilm (Jutta Wille, Alexandra Heneka), Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V. (Angelika Ramlow), Film Bilder (Bianca Just), Internationale Filmschule Köln (Marieke Steinhoff, Eva Tüttelmann), Internationale Kurzfilmtage Oberhausen (Carsten Spicher, Martin Gensheimer), Köln im Film (Marion Kranen), Kunsthochschule für Medien Köln (Ute Dilger, Svenja Jöres), KurzFilmVerleih der KurzFilmAgentur Hamburg e.V. (Axel Behrens, Anne Jagemann), Labsa (Betty Schiel, Lisa Domin), Light Cone (Christophe Bichon), LIMA (Theus Zwakhals), LUX (Alice Lea, Anthony Garland), Anika May, Sixpackfilm (Dietmar Schwärzler), Singender Biergarten (Priska Höflich), Sceenagers (Vera Schöpfer), Staatsakt (Markus Göres), StadtKöln/Sommer Köln (Claudia Großenbrink, Ina Koch), Videonale (Tasja Langenbach).