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Collecting Video Art IV & V

tl_files/medienkunst/Sammeln von Medienkunst/Collecting Video Art IV.JPGTeresa Sapey, Olaf Stüber, Wilfried Cooreman (v.l.n.r.)

Samstag, 20.4.2013
11.00 – 12.30 Uhr im Haus der SK Stiftung Kultur Köln, Im Mediapark 7
zur Art Cologne (17.4. – 21.4.2013)
Teresa Sapey (Madrid)
Wilfried & Yannicke Cooreman (Brüssel)
13.00 – 14.30 Uhr
Jefferson Godard (Chicago)
Kay Scherpe (Köln)
Moderation: Olaf Stüber Berlin

Das belgische Sammlerehepaar Wilfried und Yannicke Cooreman sammelt seit fast 40 Jahren. Ihr Budget war stets auf ihr verdientes Einkommen begrenzt, er verdiente sein Geld als Buchhalter und sie als Lehrerin. Trotzdem haben die beiden eine international beachtete Privatsammlung zusammengetragen. Wilfried und Yannicke Cooreman begannen mit Thomas Schütte, Franz West, Jean-Marc Bustamante und Marcel Broodthaers. Ihre Strategie war und ist, Künstler am Beginn ihrer Karriere zu kaufen, oftmals lange bevor sie vom Markt entdeckt wurden. Wilfried und Yannicke Cooreman sind keine expliziten Videokunstsammler.

Wilfried und Yannicke Cooreman zeigten:

  • Meredith James, Present Time, 2009
  • Storm Saulter, Waterboot, 2003
  • Sarah Baker, A Portrait of Bill May, 2004

Die italienische Architektin, die seit 1990 ihr renommiertes Büro “Teresa Sapey Arquitectura” in Madrid führt, will sich selbst nicht als Sammlerin bezeichnen – lieber als Kunstliebhaberin. Das ist angesichts ihrer umfangreichen Collection, die sie in den letzten Jahren zusammengetragen hat leicht untertrieben. Nathalie Djurberg, Charles Sandison, Julian Opie, Marina Abramovich oder Leandro Erlich sind darin vertreten. Teresa Sapey wird regelmäßig eingeladen – unter anderem von der spanischen Kunstmesse ARCO Madrid, um über das Sammeln von Videokunst zu sprechen oder darüber, welche Besonderheiten einer Sammlung sich ergeben, wenn sie als Frau auf dem Kunstmarkt unterwegs ist.

Teresa Sapey zeigte:

  • Christian Jankowski, Direktor Pudel, 1998-2003
  • Allora & Calzadilla, Signs Facing the Sky, 2005
  • Grazia Toderi, London, 2001

tl_files/medienkunst/Sammeln von Medienkunst/Collecting Video Art V.jpgKay Scherpe, Olaf Stüber, Jefferson Godard (v.l.n.r.)

Jefferson Godard studierte unter anderem am Bauhaus Institut für Architektur in Dessau und lebte einige Jahre in Berlin. Von 2007 bis 2012 saß er der Ankaufsgruppe Junger Sammler im Museum of Contemporary Art Chicago vor. Als noch junger Sammler (Jahrgang 1971) sammelt er Künstler seiner Generation, wie Phil Collins, Kara Walker, Guy Ben-Ner oder Robin Rhode. Interessant ist, wie Godard mit seinen Videoinstallationen lebt: Sie laufen 24 Stunden, zumindest, wenn er zuhause ist.

Jefferson Godard zeigte:

  • Guy Ben-Ner, Wild Boy, 2004

Kay Scherpe gehört mit 42 Jahren, wie Godard, zu den Jungen unter den eingeladenen Sammlern. Er ist Kölner und setzte einen Anfangspunkt seiner Sammlungstätigkeit 2006 auf der Art Cologne - mit dem Kauf einer Videoinstallation von Stefan Panhans. Scherpe baut sich seitdem ein feines Netzwerk auf, einen Freundeskreis aus Künstlern, Galeristen und Sammlerfreunden, mit denen er in regem Austausch steht und mit deren Hilfe er genau nach dem sucht, das ihn interessiert: Kunst, die das hier und jetzt seiner Generation thematisiert. So sind Arbeiten von Stefan Panhans, Tobias Zielony, Michael E. Smith oder Joep van Lieshout in seiner Sammlung zu finden.

Kay Scherpe zeigte:

  • Stefan Panhans, Sieben bis zehn Millionen, 2007
  • Mario Pfeiffer, Untitled (Two Guys), 2008
  • Michael E. Smith, The Look of Love, 2008
  • Martin Brand, Station, 2004/2005